Felsinformationssystem Deutscher Alpenverein
 

Region: Weser-Leine-Bergland
Gebiet: Südlicher Ith
Fels: Krokodil

URL des Felsens: www.dav-felsinfo.de/ajaxdav/?3=01-19-249
Klicken Sie auf obigen Link, um den Felsen im interkativen Portal samt Photos, Diagrammen und Karten anzuschauen sowie Hintergrundinfos zu erhalten.


  Gestein: Dolomit
maximale Felshöhe: 25 m
durchschnittliche Felshöhe: 23 m
Kletterregelung: Räumliche Einschränkung, Neutourenverbot
Zone II, Teilbereiche auch Zone I. Felskopf gesperrt. Liegt im Naturschutzgebiet "Ith". Bitte unbedingt an die vorhandenen Pfade halten. Kurse (max. 5 Personen) nur an folgenden Felsen der Lüerdissener Klippen: Nordwestl. Buchenschluchtfels, Mauerhakenmassiv, Wilhelm-Raabe-Klippe, Teufelstrichter, Hexenkanzel, Probierstein, Biwackdach (rechter Teil).
ÖPNV: mäßig
 
Geschichte & Geschichten:  Das Krokodil ist neben dem Kamel der wohl bekannteste Fels im Südlichen Ith, was nicht ausschließlich daran liegt, dass sich Reptilien und Paarhufer besser einprägen als der x-te Steinbruch. Vielmehr besticht das Massiv mit zahlreichen Klassikern und jüngeren Routen im gehobenen mittleren und im oberen Schwierigkeitsgrad, in denen sich norddeutsche Klettergeschichte spiegelt. Der knackige Südostriss (6) wurde bereits 1950 durch die fähigen emigrierten Sachsen Siegfried Markschat und Kurt Kühnel eröffnet (mit nur 1 Haken!). Deutlich mehr verwendeten 1959 in der sehr abweisenden Talwand Richard Goedeke und Dieter Nagel, die sie zwar nur als Techno machten, aber natürlich von unten, natürlich nur in kaputten Schuhen, nur direkt ins Seil eingebunden und lange vor Entwicklung des Sitzgurts, natürlich nur mit normalen, teils selbst geschmiedeten Haken von 2 - 25 cm Länge, und natürlich ohne in den über 6 Stunden Nagelei auch nur einmal zum Ausruhen zum Boden zurückzukehren. Da war der 1960 von Richard Goedeke und Willi ("Moritz") Rien gefundene "Kakteenweg" schon eine viel lockerere Sache. Diese Tour wurde dann auch bereits 1966 in Aufnahme des Ideals des sportlichen sächsischen Kletterns richtig frei gemacht. 1979 machte dann Milan Sykora von sich reden mit der Eröffnung der legendären "Anaconda" (7+) von unten (! , auch mit Anbringen fast aller Bohrhaken von unten, und mit zahlreichen spektakulären Flügen), die auch heute noch die Wunschliste zahlreicher Besucher ziert. Milan war es auch, der nach vielen Versuchen - und erst nach Anbringen von Bohrhaken - die Talseite erstmals frei kletterte (8). Ein weiteres Highlight ist die Gewalt der Gewaltlosen (9/9+), die anno 84 von Götz Wiechmann erstbegangen wurde und seither unzählige Male wiederholt wurde.

 
Anzahl Routen: 19
Projekte: 0
  2 3 5 2 5 2        
nur bei sächsischer Schwierigkeitsskala nur bei sächsischer Schwierigkeitsskala
 
Bis III IV V VI VII VIII IX X XI XII* XIII*

* nur bei sächsischer Schwierigkeitsskala
Kurseignung: nein
Kinderfreundlich: ja
Bedeutung: sehr hoch
Felsqualität: fest
 
Anreise öffentliche Verkehrsmittel
Anreise mit der Bahn aus Richtung Süd. Mit DB und Metronom bis Kreiensen und von dort mit der Regionalbahn nach Stadtoldendorf. Am Bahnhof Stadtoldendorf den Bus 531 nehmen (Richtung Holzminden Bahnhof) und bis Haltestelle Amelungsborn Klostergut, Negenborn fahren. Danach mit Linie 530/523 nach Lüerdissen B240 und von dort mit dem Bus 534 nach Ith, Holzen und an der gleichnamigen Haltestelle aussteigen. Alternativ kann auch über Alfeld, Leine angereist werden. Es empfiehlt sich die gewünschte Busverbindung vor der Anreise zu prüfen, da die Busse doch recht unregelmäßig fahren. Bei der Anreise aus Richtung Westen bietet sich der Weg über Hameln an. Von dort verkehren Busse der Linie 520 nach Holzminden (Bahnhof). An der Haltestelle Im Hagen, Bodenwerder umsteigen in die Linie 523 und bis nach Lüerdissen B240 weiter fahren. Ab dort mit dem Bus 534 nach Ith, Holzen und an der gleichnamigen Haltestelle aussteigen. Auch hier gilt: Die Busse fahren sehr unregelmäßig.

Zugangszeit Haltestelle: 15 min

Zugangsbeschreibung ÖPNV:  Die Haltestelle Ith, Holzen liegt nur 5 Minuten vom Parkplatz des JDAV-Zeltplatzes entfernt. Dort führt ein Weg auf den Ihtkamm und in weiteren 5-10 Minuten zu den einzelnen Felsen der Lüerdisser Klippen.

Haltestelle: Ith, Holzen

 
Anreise PKW
Anreise per PKW über die B240 in Richtung Lüerdissen, bzw. Cappelenhagen. Über diese beiden Orte gelangt man in kürzester Zeit auf den Ith. Gegenüber der Zivildienstschule führt eine schmale Strasse bergauf, zum Parkplatz des JDAV-Zeltplatzes.
Zugangszeit Parkplatz:  5 min

Zugangsbeschreibung Parkplatz:  Vom Parkplatz aus gelangt man in 5-10 Minuten zu den einzelnen Felsen. Der Weg ist nicht zu verfehlen.
 
Allgemein
Felskoordinaten:Geogr. Länge 9.6419 °   Geogr. Breite 51.96609 °
Zuständiger Arbeitskreis Klettern & Naturschutz:  k.A.
 
Übernachtungsmöglichkeiten
JDAV-Zeltplatz Lüerdissen: http://www.jdav-nord.de/, Ith-Hotel

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Es ist die offizielle Felsdatenbank des Deutschen Alpenvereins.

Umsetzung: alta4 Geoinformatik AG, http://www.alta4.com