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Kletterkonzeption Altmühltal und Donaudurchbruch verlängert

Image Die Verantwortlichen der Kletterkonzeption für das Untere Altmühltal und den Donaudurchbruch ziehen jetzt eine positive Bilanz. Zehn Jahre war die Konzeption gültig, jetzt wird sie – mit zwei Änderungen – für weitere zehn Jahre fortgeschrieben. Regierungspräsident Heinz Grunwald übergab den entsprechenden Bescheid am 1. Juni an der Prunner Wand in Riedenburg (Landkreis Kelheim) an DAV-Präsident Prof. Dr. Heinz Röhle.

Bild:Bescheid-Übergabe mit (v.l.) Dr. Hubert Faltermeier, Regierungspräsident Heinz Grunwald, DAV-Präsident Prof. Dr. Heinz Röhle, Prof. Dr. Friedwart Lender, Hubert Hainzlmeier und Dr. Jörg Eberlein.
 
"Leben und leben lassen", so beschrieb der Regierungspräsident von Niederbayern den Inhalt der Kletterkonzeption. Ziel der Verwaltung sei es stets, einen Ausgleich zu schaffen, der den Vorgaben des Naturschutzes als auch den Bedürfnissen der Kletterer gerecht werde. DAV-Präsident Prof. Dr. Heinz Röhle stellte den Vorzüge des Kletterns vor, er stärke den Gemeinsinn und das Verantwortungsbewusstsein - im Umgang mit anderen Klettern und mit der Natur. Als anerkannter Naturschutzverband mache sich der DAV schließlich auch für den Erhalt einer intakten Umwelt stark.
 
Der Weg zur Verlängerung der Konzeption im Altmühltal
Im Frühjahr 2009 hatten der Deutsche Alpenverein und die Interessengemeinschaft (IG) Klettern Frankenjura, Fichtelgebirge und Bayerischer Wald bei der Regierung von Niederbayern die Verlängerung der bisherigen Kletterkonzeption und die damit verbundene Befreiung von den Verboten der Naturschutzgebietsverordnungen im Unteren Altmühltal und Donaudurchbruch beantragt. Gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz und dem Landratsamt Kelheim wurde daraufhin die bestehende Konzeption überprüft und angepasst: Auf Wunsch der Kletterer wurden zwei weitere Felsen - der Essinger Turm und der Teufelsfelsen bei Jachenhausen - aufgenommen.
 
Konzeptionen zum naturverträglichen Klettern
Die Kletterkonzeption ist eine Vereinbarung zum naturverträglichen Klettern. Kletterverbände, Behörden und Naturschutzverbände arbeiten hier Hand in Hand. Ihre Grundprinzipien: Die Regelungen sind auf das notwendige Maß beschränkt. Die ökologische Verträglichkeit wird sichergestellt und zugleich bleiben für den Klettersport Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Kletterkonzeptionen basieren auf Freiwilligkeit, sie sind eindeutig und gehen gleichzeitig differenziert auf die Besonderheiten einer Region ein. Die Inhalte der Kletterkonzeptionen werden unter anderem an Infotafeln vor Ort, in Kletterführern und hier im Felsinfon veröffentlicht.

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