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Gebiet der Steine

Das Gebiet der Steine umfaßt als flächenmäßig größtes Teilgebiet der Sächsischen Schweiz die gesamte linkselbische Landschaft der Tafelberge einschließlich des rechtselbisch gelegenen Liliensteins mit Ausnahme des Gottleubatals und seiner Nebentäler und des Oberen Bielatals. Die Nikolsdorfer Wände, welche früher als eigenständiges Klettergebiet geführt wurden, zählen ebenfalls zum Gebiet der Steine.
Durch die große Ausdehnung bedingt, besitzt der Sandstein in den einzelnen Gebietsteilen eine sehr unterschiedliche Charakteristik und Festigkeit. In den Bärensteinen und am Rauenstein ist er ähnlich, wie im Wehlener und Rathener Gebiet relativ weich und brüchig.
Am Pfaffenstein dominiert relativ fester, jedoch grobkörniger, rauher und vergleichsweise griffarmer Fels.
Am Papststein und Gohrischstein ist das Gestein feinkörniger und etwas weicher, charakteristisch ist, vor allem am Papststein, eine stark horizontale Verwitterung mit der Ausbildung großer Überhänge.
Eine Besonderheit des Gebietes sind die drei für das Klettern freigegebenen Massive. Am Lilienstein ist es die Westecke, an der sich vom unteren siebenten bis hinauf in den neunten Grad viele großartige Routen befinden. Die beiden anderen Massivrouten - Abratzkykamin am Königstein und die Südwand am Großen Zschirnstein - sind vor allem historisch interessant.
Sämtliche anderen Massive sind jedoch für den Klettersport tabu!

Am Pfaffenstein befindet sich das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, die Barbarine. 1905 durch Rudolf Fehrmann und Oliver Perry-Smith erstbestiegen war sie ein bis 1975 vielbesuchtes Kletterziel. Sie mußte wegen mehrerer Blitzeinschläge, welche den oberen Gipfelkopf stark beschädigten für den Klettersport gesperrt werden. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der Gipfelkopf mehrfach repariert, die letzte große Sanierungsmaßnahme fand im Jahr 1979 statt. Seither sind neben einer regelmäßigen Überwachung und Vermessung nur kleine Arbeiten notwendig geworden.

Quellen: Kletterführer "Sächsische Schweiz" von Dietmar Heinicke (1999-2002) und "Klettern im Elbsandstein" von Frank Richter (1992).

 
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